| |
|
| |
Netzhautablösung |
| |
|
| |
Ein peripheres Netzhautloch kann sofort oder auch noch nach Wochen oder Monaten zu einer Netzhautablösung führen. Durch das Loch gelangt Wasser unter die Netzhaut, die Netzhaut löst sich von peripher her von der Augenwand ab. Wenn die Ablösung langsam fortschreitet, wird sie oft erst wahrgenommen, wenn sie das Sehzentrum in der Mitte der Netzhaut, die Makula erreicht. Die Sehschärfe nimmt dann rapide ab.
Eine Netzhautablösung muss in jedem Fall relativ rasch operiert werden. Die abgelöste Netzhaut verliert sonst ihre Funktion, unbehandelt kann das betroffene Auge erblinden und längerfristig sogar schrumpfen.
Ziel einer Behandlung ist es, die abgelöste Netzhaut wieder zur Anlage zu bringen. Das kann je nach Ausmaß und Dauer einer Netzhautablösung mit unterschiedlichen Behandlungsmethoden erreicht werden.
|
| |
|
| |
|
| |
Behandlung bei Netzhautablösung |
| |
|
| |
Eine Netzhautablösung kann grundsätzlich auf zwei verschiede Weisen operiert werden.
Bei der ersten Methode (Plombe) wird der Augapfel von der Bindehaut her freigelegt. Über einen kleinen Schnitt durch die Augenwand wird das unter der abgelösten Netzhaut liegende Wasser nach außen abgelassen, die Netzhaut legt sich wieder an. Damit sie an der Augenwand liegen bleibt, muss das Netzhautloch, das die Ablösung verursacht hat, abgedichtet werden. Das geschieht durch eine sog. Plombe, ein unterschiedlich großes Stückchen aus Silikon, das an der Lochstelle von außen auf die Augenwand genäht wird. Es wölbt dann die Augenwand nach innen vor, das Loch wird dauerhaft abgedichtet.
Bei der zweiten Methode (Vitrektomie) geht der Operateur über kleine, 1 mm große Schnitte seitlich der Hornhaut in das Augeninnere ein. Mit einer Art Fräse (Vitrektor) wird der Glaskörper ganz oder teilweise abgetragen und abgesaugt. In das Augeninnere wird jetzt eine Gasblase oder auch Silikonöl eingefüllt, so dass die Netzhaut sanft an die Augenwand gedrückt wird. Damit sie dort liegen bleibt, wird sie um das NH-Loch herum mit Laserstrahlen erhitzt, die entstehenden Narben halten sie dauerhaft an der Augenwand fest. Eine Gasblase bildet sich nach einiger Zeit von alleine zurück, Silikonöl wird in der Regel nach etwa 3 Monaten operativ wieder aus dem Auge entfernt. |